FASTENZEIT IM CHRISTENTUM/RAMADAN IM ISLAM

Einladung zu einem Mehr an Lebensqualität    

Um 18 Uhr am 18.03.2024 versammelten sich voller Erwartung etwa 20 Frauen im Foyer des Marianum zu einem interreligiösen Informations- und Begegnungsabend. Frau Gaby Rasche, Leiterin der Schulpastoral im Marianum, und Frauen aus der Erzieherausbildung hatten eingeladen zum Thema „Fastenzeit im Christentum und Ramadan im Islam“.

Sr. Susanne Bader berichtete zunächst über Tradition und Entwicklung des Fastens im Christentum. Geht es um ein Mehr, ein Weniger, eine Versuchung, um Verzicht oder Gewinn? Hier bleiben im Christentum viel Spielraum und ein breites Spektrum, was Motivation, konkrete Übung, Zielrichtung und Gestaltung des Fastens angeht.

Mit großer Offenheit und Herzlichkeit teilten im Anschluss Frau Albasha und Frau Alabass, zwei Auszubildende aus unterschiedlichen Kursen der Erzieherausbildung, ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Ramadan-Fasten im Islam mit: Die rituellen Vorgaben, z. B. was das Einhalten der Zeiten, den Verzicht auf Essen und Trinken oder den Umgang mit Ausnahmen betrifft, doch dann auch die Freude am abendlichen Fastenbrechen und gemeinsamen Essen und am stärkenden Beisammen in der Gemeinschaft.

Beide religiösen Traditionen ließen als Gewinn eine große innere Freiheit erahnen und verwiesen auf „Früchte“ des Fastens, z. B. Besinnung auf sich selbst und auf das, was wirklich wichtig ist, auf die Möglichkeit, sich selbst, anderen und Gott näherkommen.

Um 18:40 Uhr – pünktlich zum Fastenbrechen bei Sonnenuntergang – waren dann alle in die Mensa zu einem Festmahl aus herrlichen arabischen Spezialitäten eingeladen, die Frau Albasha und Frau Alabass liebevoll zubereitet hatten. Es war ein wahrhaft berührender und verbindender Abend, der einen kulturellen Austausch rund um das Thema Fasten auf eine menschlich sehr zugewandte Art ermöglicht hat.